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Körpersprache bei Katzen: Schwanzstellungen deuten


Bei Katzen ist der Schwanz ausschlaggebend, wenn Sie die Körpersprache Ihrer Samtpfote deuten möchten. Er kann Ihnen ganz genau sagen, worauf Ihr Vierbeiner gerade Lust hat. Mit ein paar einfachen Grundregeln lernen Sie schnell, wann Sie einen Schmusetiger vor sich haben und wann es sich eher um eine Kratzbürste handelt. Bild: Shutterstock / iusubov

Katzen kommunizieren nur sehr wenig über Laute, dafür viel über Mimik und Gestik. Ein ganz entscheidender Teil der felinen Körpersprache ist dabei der Schwanz. Wenn Sie die Bedeutung der verschiedenen Schwanzstellungen kennen, können Sie Ihren Stubentiger viel besser verstehen und so eine noch innigere Bindung zu ihm aufbauen.

Der Katzenschwanz als Signalgeber beim Spielen

Gute Möglichkeiten, die Stimmung bei Katzen zu deuten, bieten Pfoten, Augen und insbesondere der Schwanz. Ist die Samtpfote verspielt und auf Abenteuer aus, steht der Schwanz kerzengerade nach oben. Kringelt er sich leicht, sollten Sie sich aufgefordert fühlen, sich spielerisch mit Ihrem Liebling zu beschäftigen. Auch ein leichter Stups mit der Pfote und eingefahrenen Krallen fordert zum Spielen auf, geweitete Pupillen signalisieren Aufregung.

Ein unruhiger Katzenschwanz verweist auf Angespanntheit: Schlägt Ihr Stubentiger ihn regelmäßig hin und her, deutet das darauf hin, dass er sich in einer angespannten Konfliktsituation befindet. Häufig passiert das, wenn Katzen mögliche Beute beobachten und noch nicht entschieden haben, ob sie angreifen oder nicht. Sobald eine Entscheidung gefallen ist, hört auch das Schwanzschlagen auf. Am besten lassen Sie das Tier erst einmal in Ruhe, denn wenn Sie jetzt versuchen, Ihren Liebling zu streicheln, löst das vermutlich Reflexe aus, die für Sie schmerzhaft enden.

Wie Sie eine ängstliche Katze am Schwanz erkennen

Ein gesenkter, aufgeplusterter Schwanz zeigt Furcht an. Besonders drastisch ist es, wenn Ihre Katze den Schwanz zwischen die Hinterbeine einzieht - sie fühlt sich unterdrückt, hat Angst und wird sich voraussichtlich zurückziehen. Auch jetzt sollten Sie Ihren Schmusetiger vorerst in Frieden lassen.

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Aggression am Katzenschwanz erkennen

Ein hin und her peitschender Schwanz zeigt Aggressivität, wie schon im Punkt "Der Katzenschwanz als Signalgeber beim Spielen" geklärt wurde. Doch es gibt noch mehr Schwanzstellungen, bei denen Sie lieber auf Abstand gehen sollten: Ist der Schwanz in einem Bogen nach oben gerichtet und stark geplustert, ist die Katze aktuell zwar noch in Verteidigungsposition, wird notfalls aber zum Angriff übergehen, wenn sie weiter gereizt wird. Steht der Schwanz kerzengerade nach oben, während er dick aufgeplustert ist, ist äußerste Vorsicht geboten: Diese Katze wird auf den kleinsten Reiz hin angreifen.

Der Katzenschwanz als Entspannungsbarometer

Nicht nur Aufregung und Aggression lassen sich am Katzenschwanz ablesen. Auch Neugier, Freude und Entspannung bringen die Miezen damit zum Ausdruck.

Hängt der Schwanz in einer sanften Kurve nach unten, während die Spitze aber nach oben zeigt, ist alles in Ordnung. Die Katze fühlt sich sicher und ist darüber hinaus in keiner besonderen Stimmung. Führt die Kurve hingegen sanft nach oben, interessiert sich der Stubentiger für etwas, ist aber dabei nicht besonders aufgeregt. Bei starkem Interesse geht der Schwanz deutlich in die Höhe. Eine umgeklappte Schwanzspitze suggeriert eine gewisse Restskepsis. Dennoch lässt sich das Tier in dieser Gemütslage gern begrüßen. Zeigt auch die Schwanzspitze nach oben, dürfen Herrchen und Frauchen sich über das freudige "Hallo!" ihrer Fellnase freuen. Zittert der Schwanz dabei auch noch, kommt das geradezu einem "Ich liebe dich!" gleich.