Im Detail

Giftige Lebensmittel: Was Katzen auf keinen Fall fressen sollten


Giftige Lebensmittel lauern für Katzen auch da, wo Sie sie nicht vermuten. So sollte Ihr Schleckermaul weder Zwiebeln noch Schnittlauch oder Weintrauben fressen. Diese und andere unachtsam liegen gelassene Lebensmittel können Vergiftungserscheinungen hervorrufen und Ihrer Samtpfote somit gefährlich werden. Die Liste giftiger Lebensmittel kann hier allerdings nur unvollständig wiedergegeben werden. Kuhmilch ist für Katzen zwar nicht zwingend giftig, aber meist unverträglich; Grund hierfür ist die Laktoseintoleranz erwachsener Samtpfoten - Shutterstock / Robynrg

Für Katzen giftige Lebensmittel: Thunfisch

Fast alle Katzen sind wild auf Thunfisch. Kaum ist die Dose offen, streicht das Schleckermaul um Ihre Beine und verlangt einen Happs. Solange es dann bei einer kleinen Portion Thunfisch ohne Öl bleibt, ist auch nichts dagegen einzuwenden. Größere Mengen können hingegen gefährlich werden, da die Fische mit Quecksilber belastet sind, was bei Katzen Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.

Schokolade kann zur Lebensmittelvergiftung führen

Genauso wenig wie Hunde sollte Ihre Katze Schokolade oder Kakao fressen. Zwar lässt dieses giftige Lebensmittel die meisten Samtpfoten kalt, doch je höher der Kakaoanteil in der Schokolade ist, desto größer ist die Vergiftungsgefahr selbst bei kleineren Mengen. Eine ganze Tafel bedeutet den sicheren Tod.

Schuld ist der Stoff Theobromin, der bei Ihrem Stubentiger Krämpfe und Erbrechen auslösen kann. Auch Herzrhythmusstörungen sind nicht auszuschließen. Erwischen Sie Ihr Naschkätzchen mit Schokolade, überprüfen Sie die gefressene Menge und behalten Sie sie im Auge. Im Zweifel suchen Sie lieber einen Tierarzt auf.

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Obst und Gemüse, die Ihr Schmusetiger nicht fressen sollte

Doch auch wenn etwas für Menschen völlig gesund ist, kann es Ihrer Katze nachhaltig schaden. Giftige Lebensmittel finden sich nämlich auch unter einigen Obst- und Gemüsesorten. Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch können zu Vergiftungen führen. Sie enthalten verschiedene giftige Sulfide. Bei Zwiebeln sorgen zusätzlich Schwefelverbindungen für die Zerstörung roter Blutkörperchen.

Genauso wenig fressen sollte Ihr Schmusetiger Weintrauben oder deren getrocknete Pendants in Form von Rosinen. Auch wenn der genaue Grund unklar ist, kann beides neben Erbrechen und Durchfall auch ein Nierenversagen verursachen. Weitere giftige Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs für Katzen sind: Avocados, Kohl, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen, rohe Kartoffeln und Steinobst wie Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen.

Vorsicht vor Schweinefleisch

Ohnehin sind Katzen reine Fleischfresser und brauchen nur minimale Mengen pflanzliche Kost. Hauptbestandteil ihrer Ernährung sollte aber hochwertiges Muskelfleisch darstellen. Mittlerweile barfen viele Katzenbesitzer ihre Tiere. Bedeutet: Sie füttern rohes Fleisch an sie.

Vorsicht ist dabei allerdings vor rohem Schweinefleisch geboten. Dieses sollten Herrchen und Frauchen nicht an ihre Katzen füttern. Der Grund: Beim Fressen von Schweinefleisch besteht die Gefahr, dass sich die Vierbeiner mit dem Aujeszky-Virus infizieren. Dieser kann zum Tod des Tieres führen.

Mehr zu artgerechtem Katzenfutter erfahren Sie in unserem Ratgeber "Gesunde Katzenernährung in der Natur: Beutetier Maus".

Für Katzen giftige Lebensmittel in flüssiger Form

Katzen fressen aber nicht nur, sondern schlabbern auch hin und wieder giftige Lebensmittel. Auch wenn Kaffee und Tee wohl eher selten zu den Lieblingsgetränken der Vierbeiner gehören, sollten Sie ein Auge darauf haben - sie verursachen unter anderem Herzrasen und Muskelzittern.

Schon eher schlecken die Samtpfoten etwas Kuhmilch. Die ist zwar nicht unbedingt giftig, aber auch alles andere als verträglich. Da Katzen keine Laktose vertragen, kann es zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Verstopfungen kommen. Alkohol ist selbstverständlich für Katzen ebenfalls absolut tabu.

In unserem Ratgeber "Erste Hilfe für Katzen: Tipps für den Notfall" finden Sie ein paar Hinweise, wie Sie sich verhalten, wenn Ihre Samtpfote versehentlich giftige Lebensmittel verzehrt hat.

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Was dürfen Katzen nicht fressen? Eine Zusammenfassung

Bei so vielen Dingen fällt es schwer, einen Überblick zu bewahren. Daher gibt es nochmal alle Lebensmittel, die für Katzen giftig sind, hier auf einen Blick:

  • Thunfisch
  • Schokolade
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Schnittlauch
  • Weintrauben
  • Rosinen
  • Avocados
  • Kohl
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen
  • rohe Kartoffeln
  • Steinobst wie Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen
  • rohes Schweinefleisch
  • Tee
  • Kaffee
  • Kuhmilch
  • Alkohol

Nicht giftig, aber auch nicht gesund

Darüber hinaus gibt es noch Lebensmittel, die zwar nicht sofort zu Vergiftungserscheinungen führen, dennoch bei der gesunden Katzenernährung nichts zu suchen haben. So sollten Sie Ihrer Katze nichts von Ihren Süßigkeiten, Chips oder Fastfood abgeben. Zucker können Samtpfoten nicht schmecken, er greift ihre Zähne an, begünstigt Diabetes und liefert keinerlei nützliche Nährstoffe. Dies gilt überhaupt für kohlenhydratreiches Essen. Salz ist auch nur in geringen Mengen erlaubt.

Sollten Sie außerdem einen Hund zu Hause haben, achten Sie darauf, dass Ihre Haustiere jeweils ihr eigenes Futter bekommen. Hundefutter ist für Katzen auf Dauer ungesund, da es weniger Proteine, mehr Kohlenhydrate und nicht genug Taurin enthält. Dies führt nach einer Weile zu Mangelerscheinungen. Stibitzt Ihre Fellnase gelegentlich etwas aus dem Hundenapf, ist dagegen jedoch nichts einzuwenden.

Video: Diese Lebensmittel schaden der Katze - was ist giftig für eine Katze? (September 2020).