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Warum liegt der Hase ausgerechnet im Pfeffer?


Der Hase im Pfeffer ist delikat. Er schmeckt jedoch nicht besonders gut, denn liegt das Langohr erst einmal drin, haben Sie ein Problem. Es folgt die Erklärung einer seit Jahrhunderten bekannten Redewendung. Bild: Shutterstock / Tom Reichner

Der Hase im Pfeffer wird schwarz

Und damit nicht genug. Denn im Deutschen Sprichwörterlexikon von K.F.W. Wander aus dem Jahr 1867 (das ist verdammt lang her) heißt es weiter, dass der Hase so gegessen wird, wie er eben in den Pfeffer kommt. Dabei behandelt diese Redewendung jedoch nicht das Gewürz, sondern eine Brühe, auch wenn Pfeffer ein Teil ihrer Zutaten ist.

Eine Erklärung, aber keine Wahl

Hätte der Hase eine Wahl, würde er sich sicherlich lieber ins Gewürz, statt in die Brühe betten. Doch der Möhrenesser hat keine Wahl. Sie übrigens auch nicht. Denn die Redewendung bezeichnet eine Situation, aus der es kein Entkommen gibt. Im Klartext: Sie haben ein Problem.

Die Redewendung in der Praxis

Stellen Sie sich vor, Sie bereiten für Projekt auf der Arbeit eine Präsentation vor, doch hat ein Kollege hat einige Passagen aus ihrem Meisterwerk einfach geklaut und bereits in einem anderen Meeting vorgetragen. Natürlich bemerkt Ihr Chef dieses Manöver, will eine Erklärung und droht Ihnen beiden, Sie von dem Projekt abzuziehen - effizientes Arbeiten sieht schließlich anders aus. Was sollen Sie nun tun? Schließlich wissen Sie von Ihrem Kollegen, dass er dringend die Beförderung braucht, um seine drückende Schuldenlast abzubezahlen. Aber wollen Sie deshalb Ihr Lieblingsprojekt abgeben? Da liegt eben der Hase im Pfeffer.

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