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Skandal: Hundewelpen im Visier der Mafia


Hundezüchter aus Osteuropa verkaufen Welpen von Rassehunden zu Dumpingpreisen - unter anderem auch nach Deutschland. Die armen kleinen Tiere werden oft illegal gehandelt, wachsen unter skandalösen Bedingungen auf, sind zumeist überzüchtet und sterben frühzeitig. Der Handel mit Hundewelpen hat inzwischen mafiöse Strukturen angenommen - Bild: Shutterstock / SOMMAI

Jetzt deckte die "Bild am Sonntag" mafiöse Strukturen beim Geschäft mit den Hundewelpen auf.

In einem Selbstversuch machten sich zwei Redakteure der "Bild am Sonntag" (BamS) auf, einen Scottish Terrier im Internet zu kaufen, um den skandalösen Handel mit Hundewelpen aufzudecken. Und tatsächlich konnten die Reporter die teilweise mafiösen Geschäftspraktiken entlarven, auf die von Tierschützern bereits seit Jahren hingewiesen wird.

Rund die Häfte der Welpen stirbt beim Transport

„Die Hunde werden unter schrecklichsten Umständen in Osteuropa gezüchtet und kommen in meist illegalen Transporten über die Grenze nach Deutschland“, so Birgitt Thiesmann, Mitarbeiterin der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" gegenüber der Zeitung. „Sie sind krank und wurden viel zu jung von der Mutter weggenommen.“ Impfpapiere und tierärztliche Untersuchungen sind laut "BamS" oftmals gefälscht. Viele dieser armen Hunde sterben frühzeitig beim illegalen Transport nach Deutschland. Tiesmann geht davon aus, dass nur die Hälfte von ihnen überlebt.

Video: Skandal: Hundewelpen im Visier der Mafia (September 2020).