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Scheinträchtigkeit beim Hund erkennen: Tipps


Eine Scheinträchtigkeit beim Hund äußert sich durch Auffälligkeiten im Verhalten und am Körper der Hündin. Ihre Hormone gaukeln ihr dabei vor, sie wäre trächtig. Besonders häufig tritt eine Scheinschwangerschaft bei kleinen Hunderassen auf. Erfahren Sie hier, wie Sie das Phänomen erkennen können, sowie Tipps zum richtigen Umgang. Scheinträchtigkeit beim Hund erkennen: Tipps - Foto: Shutterstock / Omelianenko Anna

Scheinträchtigkeit beim Hund erkennen: Tipps - Foto: Shutterstock / Omelianenko Anna Tipps: So entfernen Sie Hundehaare auf der Kleidung - Foto: Shutterstock / BestPhotoStudio

Der komplizierte Hormonzyklus der Hündin bringt manchmal eine Scheinträchtigkeit zutage. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Vorgang, der nicht besorgniserregend ist - sofern Ihr Tier umgänglich bleibt.

Scheinträchtigkeit beim Hund erkennen: Ursachen und Symptome

Ursache für Scheinschwangerschaften bei Hündinnen sind Hormonveränderungen während und nach der Läufigkeit. Ein starker Abfall des Hormons Progesteron im Blut bei gleichzeitig ansteigendem Prolaktin-Spiegel sorgt bei einigen Hündinnen dafür, dass unter anderem das Drüsengewebe des Gesäuges wächst und bei der Hündin das Gefühl einer Trächtigkeit auslöst.

Etwa drei bis zwölf Wochen nach der Läufigkeit zeigen betroffene Tiere dann körperliche und psychische Auffälligkeiten. Dazu gehören:

● Anschwellen des Gesäuges der Hündin, eventuell Milchproduktion
● depressives oder aggressives Verhalten
● ausgeprägtes Nestbauverhalten
● Entwicklung von Mutterinstinkten gegenüber Gegenständen wie Spielzeugen

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Scheinträchtigkeit beim Hund: Tipps zum richtigen Umgang

Wenn Sie die zuvor beschriebenen Symptome bei Ihrem Haustier erkennen, ist es wahrscheinlich, dass es unter einer Scheinschwangerschaft leidet. Nicht immer ist jedoch eine Behandlung erforderlich. Nach zwei bis drei Wochen hat sich der Hormonspiegel der Hündin normalisiert und die Symptome klingen von allein wieder ab. In der Zeit der Scheinträchtigkeit können Sie Ihr Tier jedoch unterstützen.

Ein Tipp: Lenken Sie Ihre Hündin ab, unternehmen Sie viel mit ihr und halten Sie sie von Spielzeugen fern, die sie bemuttern könnte. Hat sie sich allerdings bereits einen "Scheinwelpen" auserkoren, sollten Sie diesen nicht entfernen, um die Unruhe Ihres Lieblings nicht zu schüren. Eine Halskrause hält die Hündin zudem davon ab, am Gesäuge zu lecken und eine Entzündung zu begünstigen.

Was tun, wenn die Hündin aggressiv wird?

Während der Scheinträchtigkeit kann Ihre Hündin ein ungewohnt aggressives Verhalten entwickeln. Das kann mitunter gefährlich sein, wenn beispielsweise kleine Kinder im Haushalt sind, denen die Hündin die Spielsachen wegnimmt. Der Hortungsdrang gepaart mit dem Beschützerinstinkt der Scheinträchtigen stellen ein ernst zunehmendes Risiko für Kinder dar.

Zeigt Ihre Hündin derartige Symptome, dann ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam. Er wird Sie über die Behandlungsmöglichkeiten informieren und Sie bei Bedarf auch über die Möglichkeit der Kastration aufklären.